LAGs „Zwischen Weser und Göhl“ und „100 Dörfer – 1 Zukunft“ reichen LEADER-Kandidatur ein

23 Projekte für insgesamt ca. 3,6 Mio. Euro wurden eingereicht.

Seit Herbst 2022 sind die beiden ostbelgischen Lokalen Aktionsgruppen (LAG) intensiv mit der Vorbereitung der zwei LEADER-Kandidaturen für das Gebiet der Gemeinden Eupen, Lontzen, Raeren und erstmals auch Kelmis, sowie für das Gebiet der LAG „100 Dörfer- 1 Zukunft“, also die fünf Eifelgemeinden im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft, beschäftigt. Am Freitag wurden beide Kandidaturen bei der Wallonischen Region hinterlegt. Sollten die LAGs eine Zusage erhalten, können sie beide bis zu 1.785.000,00 € zur Umsetzung von Projekten in der Region erhalten.

Entwicklungsstrategien für Ostbelgien

Beide LAGs haben in den vergangenen Monaten an ihren eigenen lokalen Entwicklungsstrategien gearbeitet. Die Themenschwerpunkte und Ziele dieser beiden Entwicklungsstrategien wurden in einer Vielzahl von Treffen und Workshops gemeinsam mit lokalen Akteuren und den Gemeinden erarbeitet. Im Januar konnten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Organisationen und Institutionen ihre Projektideen, sogenannte Vorprojekte, bei der jeweiligen LAG einreichen. Aus diesen wurden im März die potentiellen LEADER-Projekte ausgewählt und mit lokalen Akteuren erarbeitet.  So wurden bei der LAG Zwischen Weser und Göhl insgesamt 22 Vorprojekte eingereicht und in der LAG 100 Dörfer – 1 Zukunft 30 Vorprojekte.

Insgesamt 23 Projekte für Ostbelgien

Die LAG „Zwischen Weser & Göhl“ hat in ihrer Strategie unter dem Slogan „Quellen der Vielfalt – Wirtschaftsstandort und Lebensraum im Herzen der Euregio Maas-Rhein“ insgesamt 12 Projekte eingereicht. Behandelte Themen sind hier u.a. die nachhaltige Mobilität, der Fachkräftemangel, die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Ostbelgien, Landwirtschaft & Wasser, die Risikokultur bei Extremereignissen, touristische Innovationen, Baukultur und Biodiversität. Mit der Kandidatur der LAG „100 Dörfer -1 Zukunft“ wurden 11 Projekte eingereicht. Die Projekte betreffen unter anderem die Wasserversorgung der fünf Eifelgemeinden, sanfte Mobilitätsansätze, den Leerstand, die Dorfentwicklung, grüne Infrastruktur, den Wirtschaftsstandort und den Tourismus.

Fristgerecht zum 21. April wurden die LEADER-Kandidaturen der beiden LAGs bei der Wallonischen Region eingereicht. Im Herbst sollen dann aus allen Kandidaturen voraussichtlich 20 LEADER-Gebiete in der Wallonie ausgewählt werden.